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Amtsverzicht Erzbischof: Presse-Statements

Einerseits begrüßen wir es, dass Erzbischof Stefan Heße Fehler einräumt und seinen Amtsverzicht mitteilt. Andererseits ist es jedoch mehr als bedauerlich, dass es dazu des gestern veröffentlichten Rechtsgutachtens bedurfte, das den Erzbischof in die Ecke gedrängt hat. Wir erwarten von einem Kleriker, einem Seelsorger, dass er eine moralische Verantwortung übernimmt und sich auch seiner Schuld als Mensch und Christ bewusst wird.

Gabriele Semrau - Vorsitzende kfd-Diözesanverband Hamburg

 

In der Missbrauchsaufarbeitung dürfen nicht nur reine Pflichtverletzungen betrachtet werden. Die Institution Kirche muss die Perspektive der Betroffenen einnehmen. Taten wurden, wie aus dem Kölner Gutachten hervorgeht, nur deshalb vom Strafrecht erfasst, weil sich der Täter dadurch schwer gegen seine Amtspflichten verging - nicht etwa weil die Tat aus der Opferperspektive als besonders schwerwiegend beurteilt wurde. Hier muss ein Paradigmenwechsel stattfinden. Deshalb ist es notwendiger denn je, eine unabhängige Aufarbeitung des Missbrauchs voranzubringen.

Prof'in Dr. Agnes Wuckelt, stellv. kfd-Bundesvorsitzende

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