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Erstmals eine Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz

Der Bundesverband der kfd, dem sich unser Hamburger Diözesanverband anschließt, gratuliert Dr. Beate Gilles zur Wahl als erste Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz: "Das ist ein deutliches Zeichen der deutschen Bischöfe, Dr. Beate Gilles zur ersten Frau und zur ersten Laiin in dieses Amt zu wählen. Wir freuen uns, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben. Wir setzen gleichzeitig darauf, dass Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche weiter voranschreitet und die Forderungen, die wir seit Jahrzehnten stellen, nach und nach umgesetzt werden."

Mit Frau Dr. Gilles tritt eine versierte und profilierte Theologin die Nachfolge von Pater Langendörfer an. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit - auch im Synodalen Weg - und wünschen der neuen Generalsekretärin für alle anstehenden Aufgaben viel Erfolg, viel Kraft und Gottes Segen.

Die kfd hatte im vergangenen Jahr deutlich gefordert, eine Frau in dieses herausgehobene Amt der Deutschen Bischofskonferenz einzusetzen.

 

Julia Kaballo - kfd-Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Geschlechtergerechte Entlohnung: Equal Pay Day

Anlässlich des Equal Pay Day, Mi., 10. März 2021, veröffentlicht die kfd den Flyer Wo bleibt der gerechte Lohn für Frauen?

Beim Thema Equal Pay konnten in den letzten Jahren einige Fortschritte erreicht werden wie das Entgelttransparenzgesetz und das Führungspositionengesetz I und II. Dennoch bleibt der Equal Gap relativ konstant bei 19 Prozent.

Im Flyer erhalten Sie Hintergrundinformationen zum Equal Pay Day, einen Überblick über die Forderungen der kfd zu geschlechtergerechter Entlohnung, gerade mit Blick auf die Bundestagswahl 2021 und Aktionsideen rund um das Thema Equal Pay.

Beziehen können Sie den Flyer im kfd-Shop unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; T: 0211 44992-86 oder F: 0211 44992-52.

Weitere Informationen zum Thema Equal Pay in der kfd finden Sie unter: https://www.kfd-bundesverband.de/equal-pay-day/

 

kfd-Initiative: Druck auf Bischöfe!

Unser kfd-Diözesanvorstand unterstützt ausdrücklich die Forderung des kfd-Bundesverbandes, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs zügig voranzutreiben. Im Vorfeld der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (Online: 23.-25.02.) wiederholt die kfd ihre Kritik am Umgang mit dem Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche. 

"Sexualisierte Gewalt muss innerhalb der Katholischen Kirche endlich einheitlich und unabhängig aufgeklärt werden. Der Prozess läuft oft viel zu schleppend und hängt vom Aufklärungswillen der Bistumsleitungen ab", sagt Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende.

Die kfd unterstützt die Petition "Aufarbeitung, Hilfe und Entschädigung für die Opfer sexueller Gewalt in der Kirche!" der "Betrroffeneninitiative Eckiger Tisch e.V.". Die Petition fordert unter anderem die Aufarbeitung durch den Deutschen Bundestag.

Wenige Tage bevor die Bischöfe zu ihrer digitalen Vollversammlung zusammentreffen, macht die kfd auf Facebook und Instagram sowie auf der HomePage im Rahmen der Aktion #MachtLichtAn auf ihre Forderung nach einer klaren Aufklärung und Aufarbeitung des Missbrauchsskandals aufmerksam. Gemeinsam mit den Diözesanverbänden/dem Landesverband zeigt der kfd-Bundesverband mit deutlichen Botschaften, was er von den Bischöfen erwartet.

#MachtLichtAn - am 12. Dez. 2018 folgten tausende Menschen dem Aufruf #MachtLichtAn der kfd. An über 160 Orten in ganz Deutschland leuchteten sie mit Taschenlampen auf dunkle Kirchentüren, um sinnbildlich Licht ins Dunkel der zuvor bekanntgewordenen kirchlichen Missbrauchsfälle zu bringen.

Der Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche und die Ergebniss der "MHG-Studie" (Forschungsverbundprojekt der Institutsstandsorte Mannheim-Heidelberg-Gießen) im Jahr 2018 waren auch Auslöser für den "Synodalen Weg". Diesen hatten die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) 2019 ins Leben gerufen, um sich der Siuation zu stellen und das zu reformieren, was im klerikalen System zum verübten Unrecht beigetragen und es maßgeblich begünstigt hat. Die kfd ist mit drei Delegierten am Reformprozess beteiligt.

"Schaut der Wahrheit ins Gesicht" zusammen mit dem kfd-Bundesverband. Unser kfd-Diözesanvorstand mit Gesichtszügen, die den Ernst der Lage widerspiegeln (v.l.n.r.): Gabriele Semrau, Bettina Jarck, Konstanze Feischen, Martha Poppenberg, Katharina Kock, Wolfgang Guttmann, Dr. Angelika Huck-Derwahl und Lucia Justenhoven.

 

 

Links mit weiteren Infos:

https://vimeo.com/514229784

https://www.youtube.com/watch?v=J_9URV546qE

https://www.kfd-bundesverband.de/machtlichtan

Brigitte Vielhaus im Gespräch

Brigitte Vielhaus ist seit 30 Jahren in der Bundesgeschäftsstelle des kfd-Bundesverbandes tätig. Als feministische Theologin liegt ihr das Thema "Frau in der Kirche" besonders am Herzen. Seit 2018 ist sie Bundesgeschäftsführerin für alle 21 Diözesanverbände. Zusammen mit Prof'in Dr. Agnes Wuckelt und Lucia Lagoda vertritt sie die kfd im "Synodalen Weg". In der letzten Online-Veranstaltung des kfd-Diözesanverbandes Hamburg konnte sie zugeschaltet werden und hat ihre Eindrücke von der 2-tägigen Online-Konferenz des "Synodalen Weges" berichtet. Hier ein Auszug in Stichpunkten:

  • Die Synodalversammlung "Synodaler Weg" hat vor einem Jahr in Frankfurt/M. hoffnungsfroh begonnen. Es folgten im Herbst die Regionenkonferenzen an vier Orten unter Corona-Bedingungen.
  • Teilnehmende: Mitglieder der Synodalversammlung (Deutsche Bischofskonferenz - DBK; Zentralkomitee der deutschen Katholiken - ZdK; Orden; gewählte Mitglieder), Mitglieder der Synodalforen, Sprecher*innenteam des Betroffenenrates, Beobachter*innen aus der Ökumene und dem benachbarten Ausland, die diözesanen Ansprechpartner und mehr als 80 Medienvertreter - ingesamt etwa 300 Teilnehmende.
  • Es besteht der dringende Wunsch der Teilnehmenden des "Synodalen Weges", die Aufarbeitung von Missbrauch und sexualisierter Gewalt in allen Bistümern zügig voranzubringen und neues Vertrauen und neue Glaubwürdigkeit zu gewinnen, so die Erklärung "Transparenz und Verantwortung". Es ist allen klar, dass es sich hierbei um einen langwierigen Prozess handelt.
  • Den umfangreichsten Teil der Online-Beratung nahmen die Berichte und Aussprachen zur Arbeit in den vier Synodalforen anhand von Grundsatztexten und Hearings ein:

1. Forum: "Macht und Gewaltenteilung in der Kirche - Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag: Mehr Partizipation in der Kirche! Papier von 60 Seiten u.a. mit Vorschlägen, wie Macht geteilt werden kann, auch in Bezug auf Finanzverwaltung und Predigtordnung. Die kfd begrüßt u. a. die Einrichtung einer Ombudsstelle zur Aufarbeitung von Machtmissbrauch. 

2. Forum: "Priesterliche Existenz heute": Alle Aspekte von Priesterleben müssen einbezogen werden, es geht um Entsakralisierung und die Erstellung eines realistischen Priesterbildes; das Priesteramt als Dienst betrachten - wer immer es ausübt: Mann oder Frau.

3. Forum: "Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche": Dieses Forum wurde vom ZdK erstritten - die Frauenfrage ist der Maßstab für das Gelingen oder Scheitern des "Synodalen Weges". Es ist ein sehr konfliktreiches Forum. Einer gottgewollten Geschlechteranthropologie wie Repräsentatio Christi kann nur ein Mann, steht eine Mehrheit Andersdenkender gegenüber wie z. B. die Überzeugung einer gottgewollten Geschlechtergerechtigkeit (vgl. Schöpfungshymnus Gen 1,27). Es geht um die Frage: Was eigentlich repräsentiert Christus - Christus als Mann oder Christus des Glaubens? Glaube ist immer ein gemeinschaftlicher Vollzug!

4. Forum: "Leben in gelingenden Beziehungen - Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft": Dieses Forum enthält viele strittige Themen wie z. B. Paarbeziehungen außerhalb der Ehe, Umgang mit lesbisch-schwul-trans*-queere-Vielfalt, Empfängnisverhütung, Selbstbefriedigung. In diesem Themenbereich muss der Katechismus verändert werden!

Frau Vielhaus ist hoffnunsgvoll gestimmt: u. a. durch das miteinander Beten; sie ist überzeugt, dass es Veränderungen geben wird, wenn auch wahrscheinlich nicht in dem Ausmaß, wie wir es wünschen. Darüber hinaus stellt sie eine positive Entwicklung fest: Es herrscht eine gute Gesprächskultur - über alles kann geredet werden, niemand lässt sich mehr den Mund verbieten. Die kfd gibt ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit hinein (z. B. Prof'in Wuckelt im Forum "Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche"), sie ist als Frauenort unverzichtbar.

Wir danken Frau Vielhaus für ihre Einschätzung und ihr Engagement im "Synodalen Weg"!

Lucia Justenhoven - Geistliche Begleiterin kfd-Diözesanverband Hamburg

 

Gebet für den "Synodalen Weg"

Gott, unser Vater, Du bist denen nahe, die Dich suchen.

Zu Dir kommen wir mit den Fragen unserer Tage, mit unserem Versagen, mit unserer Schuld, mit unserer Sehnsucht und unserer Hoffnung.

Wir danken Dir für Jesus Christus, unseren Bruder, unseren Freund und unseren Herrn.

Er ist mitten unter uns, wo immer wir uns in seinem Namen versammeln. Er geht mit uns auf unseren Wegen. Er zeigt sich uns in den Armen, den Unterdrückten, den Opfern von Gewalt, den Verfolgten und an den Rand Gedrängten.

Wir bitten Dich: Sende uns den Heiligen Geist, der neues Leben schafft.

Er stehe unserer Kirche in Deutschland bei und lasse sie die Zeichen der Zeit erkennen. Er öffne unser Herz, damit wir auf Dein Wort hören und es gläubg annehmen. Er treibe uns an, miteiander die Wahrheit zu suchen. Er stärke unsere Treue zu Dir und erhalte uns in der Einheit mit unserem Papst und der ganzen Kirche. Er helfe uns, dass wir Deine Gerechtigkeit und Deine Barmherzigkeit erfahrbar machen. Er gebe uns die Kraft und den Mut, aufzubrechen und Deinen Willen zu tun.

Denn Du allein bist das Licht, das unsere Fisternis erhellt, Du bist das Leben, das Gewalt, Leid und Tod besiegt.

Dich loben wir jetzt und in Ewigkeit. Amen.

 

 

 

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