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Impuls zur Jahreswende

Quelle https://pixabay.com/de/photos/webstuhl-weberei-traditionellen-2571179/2021 - das neue Jahresdatum will mir noch nicht so einfach von der Hand. Am PC klappt das schon besser, aber wohl, weil ich mich da sowieso auf die Zahlen konzentrieren muss. An der Jahreswende und so kurz danach wird mir besonders bewusst, "wie schnell die Zeit vergeht" und je gedrängter und gefüllter mein Tag ist. Und vor allem: je älter ich werde, kommt es mir vor, als würde die Zeit noch schneller vergehen.

"Tempus fugit" - "Die Zeit flieht/flüchtet": das wussten schon die Römer. Im Buch Hiob im Alten Testament heißt es: "Schneller als das Weberschiffchen eilen meine Tage" (7,6). Das Empfinden einer schnell dahinfließenden Zeit scheint zu den Urerfahrungen des Menschen zu gehören. Das Bild des Webrahmens mit einem Fadenschiffchen, das ständig von der einen zur anderen Seite eilt, macht dies deutlich. Doch wir sind hierbei nicht zum Zuschauen verdonnert, denn es geht ja um unser Leben. Im Gegenteil, wir haben das Weberschiffchen in der Hand, und wir sind es, die für die Farben und Muster in unserem Leben zuständig sind. Erfahrungen von Liebe und Glück, Freundschaft, Freude und Vertrauen machen unser Leben bunt. Manches Dunkle in unserem "Lebensstoff" entsteht durch unsere eigenen Webfehler. Doch anderes bricht ungewollt in unser Leben hinein - wie für viele zurzeit die Sorgen und Unsicherheiten der Coronaepidemie. Bisweilen könnten sogar Löcher oder Risse entstehen, wenn Dinge passieren, die uns den Boden unter den Füßen wegzureißen drohen.

Und doch bin ich gewiss: Da ist ein Gott im Hier und Jetzt unserer Zeit, der den Lebensfaden eines jeden Menschen voller Liebe festhält, weil er uns in dieses Leben gerufen hat. Er schenkt uns unsere Lebenszeit Tag für Tag; er hilft, die bunten und schönen Farben der Liebe, des Friedens und der Mitmenschlichkeit in unser Leben einzuweben, damit wir voll Zuversicht das Dunkle überwinden.

 

Lucia Justenhoven, Geistliche Begleitung, kfd-Diözesanverband Hamburg 

Jahressegen

Ich sagte zu dem Engel,

der an der Pforte

des neuen Jahres stand:

 

Gib mir ein Licht,

damit ich sicheren Fußes

der Ungewissheit

entgegengehen kann.

 

Aber er antwortete: Geh nur

hinein in die Dunkelheit

und lege deine Hand

in die Hand Gottes.

 

Das ist besser als ein Licht

und sicherer

als ein bekannter Weg.

 

(eine chinesiche Christin)

 

weitergeleitet durch: Gabriele Semrau - kfd-Diözesanvorsitzende

Gebet zur Jahreswende 2020/2021

Du Gott des Lebens,

im zurückliegenden Jahr hatten wir unser Leben umzustellen. Wir hatten zu lernen, einfacher und bescheidener zu leben. Der Kummer anderer schmerzte auch uns. Wir stehen an ihrer Seite. In Jesus zeigst Du uns, den Weg des Lebens mit anderen zu teilen.

Du ermutigst uns, unser Leben auf jene Zukunft hin auszurichten, die Du für uns bereithältst.

Auch für das kommende Jahr erbitten wir Deinen Beistand für uns und für alle, denen unser Mitempfinden gilt und die wir in unser Gebet einschließen.

Du bist der Gott der Zeit, Du bist der Gott der Ewigkeit. Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Ihnen allen einen gelingenden Start in das Neue Jahr - verbunden mit vielen frohen und erfüllenden Augenblicken.

Wolfgang Guttmann - kfd-Diözesanpräses

Gott ist mit uns

"Man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns" (Mt 1,23). Weihnachten lässt Gewissheit aufkommen, wie eng unser menschliches Leben mit dem Göttlichen verbunden ist. Diese Verbindung verkündet Jesus nicht nur, der Sohn Gottes verkörpert sie. Sein Wort gilt auch heute: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20).

In diesen außergewöhnlichen Zeiten des Kummers und der Sorge ersehnen wir für uns und für andere den Beistand des menschgewordenen Heilandes. In unserer Sehnsucht nach Heil, Geborgenheit und Frieden kommt uns der "Gott mit uns" - "Immanuel" geheimnisvoll wohltuend entgegen. Nehmen wir IHN - den Gott des Lebens - hinein in unser Leben.

Ihnen sowie allen Ihnen Nahestehenden frohe und gnadenreiche Weihnachten.

Wolfgang Guttmann - kfd-Diözesanpräses

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