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Advent – Sprungbrett ins Leben!

Quelle https://pixabay.com/de/illustrations/person-frau-nachdenklich-freude-5358531/Na, ist dieses Motto nicht ein wenig zu sportlich für die besinnliche Zeit des Adventes bei Kerzenschein, leiser Musik, heißem Punsch...?

Anstrengend ist die Adventszeit schon, nicht nur in diesen besonderen Zeiten mit dem Verzicht auf Begegnung, ständig neuen Regelungen, die Mund-Nasen-Maske als ständiger Begleiter. Nein, Advent war schon immer keine bequeme Zeit. Davon künden uns die liturgischen Texte und die alten Adventlieder, die von Not und Bedrängnis erzählen und der großen Hoffnung auf Heil und Rettung, die endlich eintreffen soll.

Advent – Ankunft. Gott will zu uns kommen. An uns ist es, in freudiger Erwartung Wege zu bahnen, genügend Öl dabei zu haben, wachsam zu sein, Krummes gerade zu machen, Wüsten zum Blühen zu bringen, ja auch selbst Licht zu werden. Das klingt nach einer Mammutaufgabe, die menschliche Kraft übersteigt. Doch ist es nicht so, dass Gott uns von Beginn unseres Daseins begleitet und nichts lieber möchte, als Hand in Hand mit uns durch unser Leben zu gehen?

So verstanden ist das ganze Leben ein Advent: Durch ein unumkehrbares, an keine Bedingung geknüpftes „Ja“ Gottes zu Beginn unserer Existenz wurden wir in dieses Leben gerufen. Gott sagt uns zu: Du sollst sein, so wie du bist, und ich werde dich dein Leben lang nicht verlassen, bis du ganz bei mir angekommen bist.  

Seit unserer Geburt sind wir also unterwegs zu diesem Ursprung, mit jedem Atemzug hallt das Echo dieses „Du sollst sein“ in uns nach. Es gibt uns Kraft und Mut zu leben, denn mit dieser liebenden Zusage gibt sich Gott selbst –  sogar als Kind in einer Krippe. Und so ist es gut, dass das Kirchenjahr vor den großen Festen unseres Glaubens eine Zeit der Vorbereitung vorgibt. Die Zeit des Advents als Vorbereitung auf Weihnachten ist quasi unser „Warm-up“, um Geist, Seele, Leib – unser ganzes Dasein neu auf Gott auszurichten. Wir können uns bewusst machen, dass Gott als lebensspendende Kraft mit offenen Armen auf uns wartet. Wagen wir den Sprung aus uns heraus; gestärkt und frohen Mutes durch Gottes Liebe und Kraft können wir diese Liebe weitergeben in der Art, wie wir den Menschen um uns herum begegnen: Bringen wir Licht in ihre Dunkelheiten, begleiten wir sie auf ihren Wegen, erzählen wir ihnen von unserer Hoffnung!

Lucia Justenhoven, Geistliche Begleitung, kfd-Diözesanverband Hamburg, Advent 2020

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