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Gaudete - Freut euch!

An diesem 3. Adventssonntag hören wir wunderbare Texte:

"Freut euch im Herr zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Der Herr ist nahe."  Phil 4,4.5

"Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott."  Jes 61,10

"Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter."  Lk 1,46.47

"Freut euch zu jeder Zeit."  1 Thess 5,16

"Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht."  Joh 1,8

 

Woher sollen wir in diesen Zeiten die Freude nehmen? 

Freuen? Wenn ich meine Familie an Weihnachten nicht treffen kann?

Freuen? Wenn ich Angst vor Krankheit und Arbeitslosigkeit habe?

Freuen? Wenn täglich so viele Menschen auf der ganzen Welt sterben, an einem kleinen Virus, an Hunger, weil sie auf der Flucht ertrinken, in Elendslagern verkümmern?

So wie Maria will ich ein JA rufen. Ich will mich freuen, denn Gott selbst kam auf diese unvollkommene Welt. Er stellt sich uns an die Seite, geht mit uns durch diese schwere Zeit und gibt uns Kraft, uns füreinander einzusetzen, um das Elend in der Welt zu verringern. Besonders wir Frauen sind diejenigen, die diese "Care-Arbeit" leisten überall auf der Welt. Die sich einsetzen in der Familie, in der Nachbarschaft, in der Pflege und im Ehrenamt. Wir können, wie Johannes der Täufer, Zeugnis ablegen für das Licht, für Jesus, unseren Heiland.

Die Sehnsucht der Menschen nach Freude und Frieden, nach Lebensfülle hat uns Gott unauslöschbar ins Herz gelegt.

Leben

Leben in Fülle

In Fülle leben

Liebe

Lieben

Lieber

GOTT

 

Konstanze Feischen - kfd-Regionalsprecherin Schleswig-Holstein

 

 

Bischof Nikolaus: ein Mann der Tat

"Lasst uns froh und munter sein!": wir haben den hl. Nikolaus seit unserer frühesten Kindheit als gutmütigen älteren Herrn mit wallendem Bart erfahren. Der historische Bischof Nikolaus lebte im 3./4. Jh. in Myra, im Süden der heutigen Türkei.

Nikolaus steht für Eigenschaften, die in unserer Zeit immer rarer werden: Fürsorge und Menschenfreundlichkeit. Diese Werte sind immer dann besonders gefährdet, wenn Menschen in Umbruchsituationen bisherige Sicherheiten verlieren und neue Fundamente für ihr Leben aufbauen müssen.

In solchen Situationen kann der hl. Nikolaus als Vorbild und Inspiration dienen. Nikolaus spendet den Menschen Trost und Zuversicht und ist vor allem ein Mann, der neue Möglichkeiten und Perspektiven eröffnet. So bewahrt er mit seinem eigenen Erbe die Töchter eines verarmten Mannes davor, wegen des Fehlens der Mitgift öffentlich bloßgestellt zu werden bzw. in die Zwangsprostitution verauft zu werden.

Von Aleksa Petrov

Quelle: siehe unten

In allen Geschichten, die über Nikolaus erzählt werden, wird uns ein Mann vorgestellt, der entschlossen anpacken kann, der kreative Lösungen für Notlagen findet und weiß, was zur rechten Zeit getan werden muss, um das Leiden der Menschen zu bekämpfen. Nikolaus ist ein Kümmerer. Er versteht es, sich in die Situation der Anderen zu versetzen und das zu tun, was möglich und nötig ist. Nikolaus zeigt uns, dass es in solchen Situationen auf die verbindende Kraft der Liebe und der Barmherzigkeit ankommt.

Das ist alles, was zählt!

  

Quelle Bild: Von Aleksa Petrov - http://www.belygorod.ru/img2/Ikona/Used/302ALEX1.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11315660

Quelle Text: https://www.missio-hilft.de/mitmachen/glauben-teilen/spiritualitaet/nikolaus/ - Gedankenimpuls von Dr. Michael Becker, missio-Diözesanreferent im Erzbistum Hamburg, weitergeleitet durch: Katharina Kock, kfd-Diözesanvorstand

Advent – Sprungbrett ins Leben!

Quelle https://pixabay.com/de/illustrations/person-frau-nachdenklich-freude-5358531/Na, ist dieses Motto nicht ein wenig zu sportlich für die besinnliche Zeit des Adventes bei Kerzenschein, leiser Musik, heißem Punsch...?

Anstrengend ist die Adventszeit schon, nicht nur in diesen besonderen Zeiten mit dem Verzicht auf Begegnung, ständig neuen Regelungen, die Mund-Nasen-Maske als ständiger Begleiter. Nein, Advent war schon immer keine bequeme Zeit. Davon künden uns die liturgischen Texte und die alten Adventlieder, die von Not und Bedrängnis erzählen und der großen Hoffnung auf Heil und Rettung, die endlich eintreffen soll.

Advent – Ankunft. Gott will zu uns kommen. An uns ist es, in freudiger Erwartung Wege zu bahnen, genügend Öl dabei zu haben, wachsam zu sein, Krummes gerade zu machen, Wüsten zum Blühen zu bringen, ja auch selbst Licht zu werden. Das klingt nach einer Mammutaufgabe, die menschliche Kraft übersteigt. Doch ist es nicht so, dass Gott uns von Beginn unseres Daseins begleitet und nichts lieber möchte, als Hand in Hand mit uns durch unser Leben zu gehen?

So verstanden ist das ganze Leben ein Advent: Durch ein unumkehrbares, an keine Bedingung geknüpftes „Ja“ Gottes zu Beginn unserer Existenz wurden wir in dieses Leben gerufen. Gott sagt uns zu: Du sollst sein, so wie du bist, und ich werde dich dein Leben lang nicht verlassen, bis du ganz bei mir angekommen bist.  

Seit unserer Geburt sind wir also unterwegs zu diesem Ursprung, mit jedem Atemzug hallt das Echo dieses „Du sollst sein“ in uns nach. Es gibt uns Kraft und Mut zu leben, denn mit dieser liebenden Zusage gibt sich Gott selbst –  sogar als Kind in einer Krippe. Und so ist es gut, dass das Kirchenjahr vor den großen Festen unseres Glaubens eine Zeit der Vorbereitung vorgibt. Die Zeit des Advents als Vorbereitung auf Weihnachten ist quasi unser „Warm-up“, um Geist, Seele, Leib – unser ganzes Dasein neu auf Gott auszurichten. Wir können uns bewusst machen, dass Gott als lebensspendende Kraft mit offenen Armen auf uns wartet. Wagen wir den Sprung aus uns heraus; gestärkt und frohen Mutes durch Gottes Liebe und Kraft können wir diese Liebe weitergeben in der Art, wie wir den Menschen um uns herum begegnen: Bringen wir Licht in ihre Dunkelheiten, begleiten wir sie auf ihren Wegen, erzählen wir ihnen von unserer Hoffnung!

Lucia Justenhoven, Geistliche Begleitung, kfd-Diözesanverband Hamburg, Advent 2020

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