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Jahressegen

Ich sagte zu dem Engel,

der an der Pforte

des neuen Jahres stand:

 

Gib mir ein Licht,

damit ich sicheren Fußes

der Ungewissheit

entgegengehen kann.

 

Aber er antwortete: Geh nur

hinein in die Dunkelheit

und lege deine Hand

in die Hand Gottes.

 

Das ist besser als ein Licht

und sicherer

als ein bekannter Weg.

 

(eine chinesiche Christin)

 

weitergeleitet durch: Gabriele Semrau - kfd-Diözesanvorsitzende

Gebet zur Jahreswende 2020/2021

Du Gott des Lebens,

im zurückliegenden Jahr hatten wir unser Leben umzustellen. Wir hatten zu lernen, einfacher und bescheidener zu leben. Der Kummer anderer schmerzte auch uns. Wir stehen an ihrer Seite. In Jesus zeigst Du uns, den Weg des Lebens mit anderen zu teilen.

Du ermutigst uns, unser Leben auf jene Zukunft hin auszurichten, die Du für uns bereithältst.

Auch für das kommende Jahr erbitten wir Deinen Beistand für uns und für alle, denen unser Mitempfinden gilt und die wir in unser Gebet einschließen.

Du bist der Gott der Zeit, Du bist der Gott der Ewigkeit. Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Ihnen allen einen gelingenden Start in das Neue Jahr - verbunden mit vielen frohen und erfüllenden Augenblicken.

Wolfgang Guttmann - kfd-Diözesanpräses

Gott ist mit uns

"Man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns" (Mt 1,23). Weihnachten lässt Gewissheit aufkommen, wie eng unser menschliches Leben mit dem Göttlichen verbunden ist. Diese Verbindung verkündet Jesus nicht nur, der Sohn Gottes verkörpert sie. Sein Wort gilt auch heute: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20).

In diesen außergewöhnlichen Zeiten des Kummers und der Sorge ersehnen wir für uns und für andere den Beistand des menschgewordenen Heilandes. In unserer Sehnsucht nach Heil, Geborgenheit und Frieden kommt uns der "Gott mit uns" - "Immanuel" geheimnisvoll wohltuend entgegen. Nehmen wir IHN - den Gott des Lebens - hinein in unser Leben.

Ihnen sowie allen Ihnen Nahestehenden frohe und gnadenreiche Weihnachten.

Wolfgang Guttmann - kfd-Diözesanpräses

Die vier Kerzen am Adventskranz

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden". Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. 

Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne." Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: "Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen." Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: "Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein." Und fast fing es an zu weinen.

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: "Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung."

Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an. Die Flamme der Liebe wurde neu entfacht. Das Licht des Glaubens wieder in den Mittelpunkt des Lebens gestellt. Durch unser mitmenschliches Verhalten wollen wir das Licht des Friedens in unseren Alltag bringen.

Liebe Leserinnen, die vierte Kerze am Adventskranz ist entzündet, und wir sind voller Hoffnung auf das Ankommen unseres Herrn Jesus Christus. Der Text für den 4. Sonntag im Advent mit dem Titel "Rorate caeli desuper" lautet: "Tauet, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken reget den Gerechten: Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor" (Jes 45,8). Mit diesen bezeichnenden und eindringlichen Worten beginnt der letzte Sonntag vor Heiligabend und Weihnachten. Die Zeit, dass der Heiland kommt ist fast da.

Der Erzengel Gabriel hat Maria die Botschaft überbracht: "Sei gegrüßt, du bist voll der Gnade, der Herr ist mit dir" (Lk 1,28). Und Maria antwortet: "Ich bin die Magd des Herrn, mit geschehe, wie du es gesagt hast" (Lk 1,38).

Doch der Engel hat auf die Frage Marias "Wie soll das geschehen?" (Lk 1,34) nur eine kurze, aber ausschlaggebende Antwort: Gott wird des richten. Gott hat ungeahnte Möglichkeiten, um für das Heil der Menschen zu wirken (vgl. Lk 1,35).

Gott hat sich Maria für uns ausgesucht. Er sendet seinen Sohn, er schenkt der Welt ein Kind, geboren von einer Frau und zeigt damit, dass er ungeahnte Möglichkeiten für das Heil der Welt hat.

Mögen wir in dieser ungewöhnlichen Zeit voller Hoffnung auf das Kind schauen, und dass es unser Leben heilen wird.

 

Gabriele Semrau - kfd-Diözesanvorsitzende

 

 

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